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Wissen Spur N Geschichte

Geschichte der Spur N

An dieser Stelle möchte ich einige, aus meiner Sicht wichtige, Daten in der Entwicklungsgeschichte der Modellbahn Spur N aufzeigen. Die Aufstellung ist nicht wissenschaftlich und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

2009 Fleischmann und Roco überdenken ihr Schienensortiment. Aktuell ist nicht sicher, wie es weiter geht.
Konsequenz. Für den Kreis Josenfeld wird die Schienenführung in Kato-Gleisen neu überdacht.
2008 Fleischmann führt umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen durch. Die Firma zieht von Nürnberg nach Heilsbronn, das Lager wird in die Slowakische Republik verlegt. Bedingt hierdurch kommt es zu immensen Lieferverzögerungen.
Die schweizer Firma creanorm bietet einen Postcontainer-Wagen in Spur N mit acht verschiedenen Aufschriften in mehreren Sprachen für ca. 50,- € an. Ob sich das durchsetzt?
Der spanischen Hersteller Ibertren bietet wieder Modelle in Spur N an: eine Straßenbahn, eine Ellok und drei unterschiedliche Wagen der Holzklasse.
Anfang des Jahres wird Fleischmann von der deutsch-österreichische Modelleisenbahn Holding GmbH, dem Besitzer des Mitbewerbers Roco, übernommen.
2007 Unter dem Namen Modellbahnunion kündigt ein neuer Hersteller erste Spur N-Modelle an - erzeugt werden die Modelle bei Dapol in England.
Aus der Schweiz kündigt ein weiterer neuer Hersteller unter dem Namen creanorm schweizer Postwagen für Spur N.
Mehano wird wieder zum aktiven N-Modellbahnhersteller und bringt 2007 zwei echte Formneuheiten nach deutschen Vorbildern.
Roco bringt nach langem ersmals wieder eine Neukonstruktion für den spanischen Importeur.
Piko kündigt über den französischen Importeur wieder ein N-Lokmodell an, nachdem die N-Produktion von rollendem N-Material 1989 eingestellt wurde.
Arnold bringt mit der V80 wieder eine Neukonstruktion auf den Markt.
Die Firma Kibri wird von RIRE Maschinenbau GmbH aus Wuppertal übernommen.
Roco (Modelleisenbahn GmbH) wird mehrheitlich an Franz Josef Haslberger verkauft.
2006 Märklin -(Mini)trix gehört zu Märklin- wird am 11. Mai 2006 vom britischen Investor Kingsbridge Capital übernommen.
Es gelangen wieder erste neu produzierte Arnold-Modelle (überarbeitete Wiederauflagen) in den Handel. Hornby, zu der auch Arnold gehört, übernimmt in Deutschland den Hersteller Heico und macht daraus die Hornby Deutschland GmbH, die anstatt von Lemke den Vertrieb übernimmt.
Mit den Herstellern mkm models (Hünerbein) und RailTop (allerdings nur Ankündigungen) gibt es zwei neue Hersteller, die auch eng mit L.S.Models zusammenarbeiten.
2005 Die Firma Roco geht am 14.07.2005 in Insolvenz. Eine sofort gegründete Auffanggesellschaft unter dem Namen Modelleisenbahn GmbH führt die Geschäfte weiter und übernimmt im Herbst die gesamte Konkursmasse und kann damit den Namen und die Produkte von Roco weiter führen.
2004 Die spanische Firma Electrotren wird von Hornby (England) gekauft.
Von Hobbytrain / Lemke kommen erstmals wieder echte Formneuheiten.
In Nürnberg zur Spielwarenmesse k ündigt Heris die, schon vorher in HO sehr erfolreichen Doppelstockwagen der DB an.
2002 Die Umstrukturierung und Produktionsverlagerung bei Arnold/Rivarossi ist bis dato immer noch nicht abgeschlossen. Ab der zweiten Jahreshälfte sind wieder einige (lagernde) Modelle ab Werk verfügbar.
Die Firma Lemke hat die Rechte an dem ehemaligen Hobbytrain-Programm und legt sie unter dem Namen Kato Hobbytrain wieder auf.
2001 Die insolvente Firma Sachsenmodelle wird von Tillig übernommen, die Rechte an den N-Modellen jedoch nicht.
Rivarossi schliesst den Standort Mühlhausen und verlagert die Arnold-Produktion nach Como.
Die Lieferung erfolgt Rivarossi-typisch sehr zäh. Ein deutscher Generalimporteur wird noch gesucht. Zu diesem Zeitpunkt steht über der Rivarossi-Gruppe ein grosses Fragezeichen.
Viele Händler trennen sich von diesem Konzern. Geliefert werden zwar noch Teile des Sortiments, aber es wird nichts produziert.
2000 Bemo stellt den RegioShuttle in Spur N her - weitere Spur N Modelle bleiben jedoch aus.
1999 Sachsenmodelle kündigt die Wiederauflage von Hobbytrainmodellen an, geht jedoch in Konkurs, bevor die Modelle aufgelegt werden.
1998 Übernahme der Firma Trix durch Märklin. Die Märklin-Politik der vielen Sondermodelle, Einmalserien und Packungen schlägt dabei voll durch.
Electrotren beginnt mit der Produktion von N-Modellen (vorerst nur Wagen).
1997 Das Firmenkonsortium Rivarossi übernimmt Arnold. Dabei bleiben - zumindest vorerst - der Firmenname und die Produktionsstätte (Mühlhausen) erhalten. Es werden weiterhin noch ältere Modelle aus der Rivarossiproduktion mit aufgenommen.
1996 Jetzt trifft es auch den großen Konkurrenten von Arnold, die Firma Trix!
1995 Der Pionier der N-Bahn Arnold meldet Insolvenz an.
1994 Die Firma Brawa erscheint auf dem N-Markt mit der Ankündigung der Baureihe 118 der Deutschen Reichsbahn Ost. Spätere Modellvarianten der Deutschen Bundesbahn BR 219 und BR 229.
1993 Piko stellt Gebäudemodellen her - auch in Spur N.
1992 Der spanische Hersteller Ibertren stellt seine Produktion nach einem Brand in der Produktionshalle ein.
1990 Ende der Zusammenarbeit von Hobbytrain mit Kato.
1989 Piko stellt die N-Produktion von rollendem Material ein.
1988 Die Lima-N-Modelle werden von Hobbytrain übernommen und unter dem Namen Minibahn vertrieben.
1987 Ein weiterer Höhepunkt im N-Sektor: die "Fleischmann-Profi-Kupplung". Jetzt ist es erstmals möglich "Puffer an Puffer" in N zu fahren. Das führt in einer gewissen Zeit zur Inkompatibilität zwischen den verschiedenen Herstellern, die sich durch Anpassung inzwischen aber gegeben hat. Die bereits vorhandene "Roco-Kurzkupplung" kann sich nicht halten und ist, da die Kulissenführung fehlt, auch keine echte Kurzkupplung!
Lima stellt ihre N-Produktion ein
1985 Ibertren stellt die Produktion des Dreileiter-Schienen-Systems und der dazugehörigen Modelle ein! Die Produktion der Zweileitermodelle wird fortgesetzt.
1982 Ibertren produziert auch Zweileiter-Schienen und -Modelle für "Normal Spur N".
1981 Ein Newcomer auf dem N-Sektor: die österreichische Firma Hobbytrain. Diese Firma lässt für den europäischen N-Markt Modelle bei der japanischen Firma Kato produzieren. Die Fahrzeugpalette umfasst Dampf- (BR 57, BR 86), Elektrolokomotiven, Triebwagen, Schnellzug- und Güterwagen.
Merker + Fischer meldet Insolvenz an.
1978 Die Firma Dynam baut eine Schnellzugwagenserie nach französischen Vorbildern. Das Modellspielwarengeschäft Hünerbein in Aachen bietet Umbaumodelle auf Basis von Serienmodellen auch in Spur N an.
1975 Der Firmenname ATLAS-Rivarossi wird ersetzt durch Rivarossi! Die bisher (von 1968 - 1974) mit 2er Katalognummern produzierten Modelle der Epoche III werden durch Modelle mit 9er Katalognummern der Epoche IV (Produktpflege) ersetzt.
1973 Roco, die bereits seit sechs Jahren Produkte für den amerikanischen Markt anbieten, kommen jetzt mit überarbeiteten Formen der Firma Röwa auf den Markt.
Ibertren aus Spanien steigt mit einem nicht kompatiblen Dreileiter-Schienen-System (N3 genannt - ähnlich dem Märklin-Mittelleitergleis) in den spanischen Markt ein.
1972 Röwa's Engagement im Spur N Sektor ist nur von kurzer Dauer. Sie stellen die Produktion von N-Modellen wieder ein.
1970 Graham Farish (seit 1947 Produktion von H0-Modellen) steigt auf den N-Markt ein.
1969 Die Firma Fleischmann baut die ersten Modelle für den N-Markt (Diesellokomotive und drei Lorenwagen). Weiterhin erscheint von Fleischmann ein neues Gleissystem mit fest angespritztem Schotterbett.
Röwa , als ehemaliger Auftragsproduzent von Trix , bringt Modelle unter eigenem Namen heraus.
Rivarossi beginnt ebenfalls mit der Produktion von N-Modellen. Der Produktname lautet ab 1969 ATLAS-Rivarossi!
1968 Die italienische Firma Rivarossi steigt in den N-Markt mit eigenen Modellen ein.
Die Firma Merker + Fischer erblickt in Fürstenfeldbruck das Licht der Welt. Produziert wurden Modelle der Baugrößen "H0", "H0e", "N" und "Nm". Weiterhin werden Zurüstteile für Modellbahnen (Industrieprodukte) hergestellt. Die Lokomotiven werden grundsätzlich auf vorhandenen Fahrwerken der Industrie montiert.
1967 Arnold produziert den ersten maßstäblichen Schnellzugwagen mit einer Länge von 165,00 mm!
Die japanische Firma Endo beginnt mit der Produktion von N-Modellen.
1966 Lima produziert nun ebenfalls in der Modellgröße Spur N.
Auch Roco baut seine ersten N-Modelle für einen amerikanischen Hersteller.
1965 Kato stellt die ersten Modelle für Spur N her.
Peco bietet ebenfalls Schienen für Spur N an. Später kommen Güterwagen und Lokomotiven hinzu.
1964 Normung des Maßstabes 1 : 160 "N - International". Als Spurweite wird 9 mm festgelegt, die Fahrspannung auf 12 V in Verbindung mit dem 2-Leiter Gleichstrom-System fixiert. Außerdem wird die Klauenkupplung als Standard für Spur N definiert (Trix steckt mit seiner H0-ähnlichen Kupplung zurück).
Trix stellt unter dem Namen Minitrix-Electric eine T3 im Maßstab 1:160 vor.
Die ostdeutsche Firma Piko beginnt ebenfalls mit der Produktion von Spur N Modellen, allerdings hauptsächlich nach Ostdeutschen Vorbildern.
1963 Die ersten Modelle mit einer Klauenkupplung kommen auf den Markt. Diese Kupplung wird später als NEM 356 für alle europäischen Modelle in Spurweite N genormt.
1962 Arnold ändert den Maßstab der Rapido-Modellbahn auf 1 : 160. Es werden weiterhin neue, verbesserte Modelle angeboten.
1961 Arnold erweitert sein Programm um Fahrzeuge und getrennt erhältlichem Gleismaterial. Die ersten langen Schnellzugwagen werden noch in einem verkürztem Maßstab 1:256 angeboten.
1960 Auf der Nürnberger Spielwarenmesse stellt Arnold eine elektrische Modelleisenbahn vor, die Rapido 200. Diese hat den Maßstab 1 : 200 und eine Spurweite von "9 mm". Diese Spurweite war die Basis für den Begriff "Spur N" (wie 9 mm). Die Neun beginnt in den meisten Sprachen mit dem Buchstaben "N" (z.B. Nine, Neun, etc.). Vorgestellt wurde eine Fertiganlage mit vorgefertigter Landschaft und Häusern. Dazu gab es zwei Weichen, eine Diesellokomotive V 200 und 3 Schnellzugwagen.
1959 Trix stellt die ersten Schiebemodelle im Maßstab 1:180 her, allerdings ohne passendem Gleissystem. Bezogen auf ihre Baugröße erhält sie den Namen "Minitrix"!
Ungefähr zur gleichen Zeit gibt es auch von LoneStar Schiebemodelle mit 8,25 mm Spurweite, später auch angetriebene Modelle (vermutlich bereits mit einer Spurweite von 9,00 mm)
1957 In Japan wird die Firma Kato gegründet.
1950 H.B.Whall bietet in den 50iger Jahren eine ganzen Katalog mit Zubehör und fertigen Modellen der Spur 2 mm Scale. Auch in Skandinavien gab es Modelle in dieser Baugröße (u.a. auch eine USA-Lokomotive in 000).
1948 Auf der Messe in Hannover wird eine elektrische Modelleisenbahn mit 8 mm Spurweite vorgestellt. Die sogenannte Kersting-Bahn geht allerdings nie in die Serienproduktion.
1946 R.W.G. Bryant baut seine "Inversnecky and Drambule Railway" auch in diesem Maßstab. Diese Anlage existiert noch in großen Teilen und gehört heute National Railway Museum in York (England)
1928 J.J.Langridge stellt im gleichen Maßstab eine B-Tenderlok und eine C-Güterzuglokomotive der London and South Western Railway ( L.S.R.W) bei der "Model Engineers Exhibition" vor.
1927 Der Engländer A.R. Wackley stellt eine elektrisch betriebene Modelleisenbahn im Maßstab 1:152,3 mit einer Spurweite von 8,5 mm vor. Der Durchbruch blieb aus, es entwickelte sich später die Baugröße 2 mm Scale (M 1:152) daraus. Weitere Informationen über diese Modellbahn finden Sie hier.
1920 Die ersten Modelle im Maßstab 1:152,3 von H.B. Whall kommen auf den Markt.
1912 Die größte Spielwarenfabrik der Welt der Gebrüder Bing (vor dem ersten Weltkrieg schon mit ca. 4000 Mitarbeitern ) bringt die ersten Eisenbahnmodelle mit 9 mm Spurweite heraus.

 

erstellt:   03.04.2019  -  von: Josef Thelen  |  geändert: 24.06.2019

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