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Fahrzeugliste Baureihe 95

Fahrzeugliste Tenderlok / Güterzugbetrieb

Bild der 95 001 von der linken SeiteBild der 95 001 von der linken Seite
Bild der 95 001 von der rechten SeiteBild der 95 001 von der rechten Seite

Angaben zum Fahrzeug
Bezeichnung: Tenderlok / Güterzugbetrieb
Fahrzeugart: Tenderlokomotive
Einsatzbereich: Güterzugbetrieb
Baureihe: 95
Hersteller: Arnold
Seriennummer: Hn 2006
Kaufpreis ca.: 130 €
Länge über Puffer: 95 mm
Anzahl: 1
Gewicht: 57 Gramm
Garnitur: keiner Garnitur zugehörig
Digitalstatus: analog
min. Kreisdurchmesser: keine Angabe

Beschreibung des Vorbilds

Die Baureihe 95 war eine fünffachgekuppelte Tenderlokomotive mit der Achsfolge 1'E1', welche die Deutsche Reichsbahn 1922 für den Einsatz vor schweren Güterzügen auf steilen Hauptstrecken beschaffte. Da der Beginn der Entwicklung der Baureihe noch durch die Preußische Staatseisenbahnen erfolgte, wird sie auch als T 20 bezeichnet.
Die ersten, 1922 gebauten zehn Lokomotiven wurden als T 20 Magdeburg 9201–9210 bestellt und, da für sie zunächst die Baureihe 77 vorgesehen war, als 77 001 bis 77 010 geliefert. Bereits 1923 wurden sie in 95 001–010 umgezeichnet. Insgesamt wurden bis 1924 45 Lokomotiven gebaut. Die Einsatzgebiete waren unter anderem die Bahnstrecke Sonneberg–Probstzella, die Spessartrampe, die Frankenwaldbahn, die Geislinger Steige, die Schiefe Ebene und die Rübelandbahn, wodurch sie zu ihrem Spitznamen "Bergkönigin" kam.
Die Lokomotiven waren die stärksten Tenderloks, welche von der DRG beschafft wurden. Sie konnten in der Ebene bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h eine Zuglast von 2060 Tonnen befördern und bei 25 Promille Steigung mit 25 km/h Geschwindigkeit immer noch 430 Tonnen. Die sehr hohe Reibungslast von 95,3 t ermöglichte den Verzicht auf Zahnstangenbetrieb bis zu einer Steigung von 70 ‰, insbesondere auch, weil die Riggenbach-Gegendruckbremse bei der Talfahrt das Abbremsen der hohen Lasten sicherstellte.
Von den 45 Exemplaren der Reichsbahn übernahm die Deutsche Bundesbahn 14 Stück, die zuletzt in Aschaffenburg stationiert waren und als Schiebelokomotiven auf der Spessartrampe eingesetzt wurden. Sie wurden 1958 ausgemustert, bis 1952 waren auch Lokomotiven in Neuenmarkt-Wirsberg für die Schiefe Ebene stationiert.
31 Lokomotiven kamen zur Deutschen Reichsbahn. Von diesen wurden zwischen 1966 und 1972 24 Stück auf Ölhauptfeuerung umgebaut und zehn erhielten einen Neubaukessel. Ab 1970 wurden die Lokomotiven mit Ölhauptfeuerung als Baureihe 95.0 und die nicht umgebauten als Baureihe 95.1 bezeichnet. Die letzten Lokomotiven waren auf der Strecke Sonneberg–Eisfeld im Einsatz und wurden 1981 ausgemustert.


Angaben zum Modell

Güterzug Tenderlokomotive · Lichtwechsel weiß · Motor mit Schwungmasse · NEM Schnittstelle · Metalldruckguss-Fahrgestell · Antrieb auf alle 10 Treibräder, davon 2 mit Haftreifen · Beidseitig automatische Kupplung · Epoche III.

Für eine Lokomotive mit fünf verbundenen Achsen durchfährt sie auch kleine Radien erstaunlich sauber.


pdf - Dokumente


erstellt:   11.04.2019  -  von: Josef Thelen  |  geändert: 24.06.2019
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